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Fahr­rad­tour im Wart­he­bruch, eine verträumte Land­schaft

3. Mai 2025, 9:20 - 4. Mai 2025, 18:30

Wir radeln von Kostrzyn (Küstrin) entlang der Warta (Warthe). Doch zunächst geht es zur Festung Küstrin, sagen­um­wo­ben mit der Katte-Tragö­die und der Festungs­haft Fried­rich des Großen; sie war voll­stän­dig zerstört und über­wach­sen. Mit einer behut­sa­men Restau­ra­tion zeigt Polen nun, wie sie einst aussah.

Die Warthe gilt als Neben­fluss der Oder, doch sie bringt mehr Wasser als die Oder; breit und meist gemäch­lich schlän­gelt sie sich durch die Fluss­auen, Wild­nis, Wiesen, Weiden. Die Warthe weist noch immer eine Reihe von Mäan­der-bögen auf. Das Bruch ist weni­ger kulti­viert als das Oder­bruch und Heimat vieler Tier­ar­ten, ein Groß­teil ist ein zentra­les Vogel­schutz­ge­biet Euro­pas.

Das Wart­he­bruch liegt in einem Gebiet, das mal Neumarkt genannt wurde. Unter den Piasten war es polnisch und dann 750 Jahre lang deutsch und wurde im Unter­schied zur Altmarkt in Bran­den­burg nun Neumarkt genannt. Jetzt gehört dies Gebiet zur Woiwod­schaft Lebus und wieder zu Polen.

Diese wech­sel­volle Geschichte hat ihre Spuren hinter­las­sen, nicht immer trau­rig. Das beginnt in Dąbros­zyn (Tamsel), wo die Fami­lie des Krimi­au­tors „ky” (Prof. Bosetzky) herstammt und unter merk­wür­di­gen Bedin­gun­gen geadelt wurde. Es war die Zeit des jungen gerade aus dem Gefäng­nis gekom­me­nen Fried­rich d. Großen mit dessen vergeb­li­ches Bemü­hen um die dortige Schloss­her­rin.

Die oft anzu­tref­fen­den und nicht erwar­tete Orts­na­men wie Charlestown, New York, York­stown, Budzi­gniew (Hamp­shire) und Jamno (Jamaika) sowie den Hinweis auf den Bahn­hof Klein-Amerika sind alle­samt Spuren der Aufklä­rung und des Preu­ßen­tums, des Bemü­hens Menschen anzu­sie­deln und die Lebens­mit­tel­pro­duk­tion zu stei­gern.

Beein­druckend ist der Wegwei­ser­park in Witnica (Vietz), wie hier das Elend der Kriege und Vertrei­bun­gen gezeigt wird, weder aufrech­nend noch beschö­ni­gend, jedoch versöh­nend.

In Slonsk (Sonnen­burg) gelan­gen wir zum Grün­dungs­ort und Stamm­sitz der Johan­ni­ter, zu einem der ersten KZs, in dem Carl von Ossietzky zunächst gefan­gen gehal­ten wurde, und zu dem zentra­len Bereich des Natio­nal­parks Warthe­mün­dung.

Die Fahr­rad­tour hat eine Länge von 91 km, ihr Verlauf ist auf dem Routen­pla­ner komoot doku­men­tiert, der kosten­frei genutzt werden kann. Ausführ­li­che Sach­in­for­ma­tio­nen finden sich auf radtouren.info.

Bitte an Verpfle­gung und Getränke, dem Wetter ange­passte Klei­dung sowie Insek­ten- und Sonnen­schutz denken.

 

Anmel­dung: unter Tel: 300 00 5–0 mit Angabe der Email- und sonst Post­an­schrift, sowie, falls vorhan­den, Nummer des Mobil­te­le­phons.
Entgeld: noch offen
Treff­punkt: 9.20 Ostkreuz Gleis 8
Kontakt: Bei Rück­fra­gen, Abmel­dun­gen oder Verspä­tun­gen bitte Wolf­gang Lands­berg-Becher direkt kontak­tie­ren:
Tele­fon 0178 8270264 oder eMail info@radtouren.info

Details

Beginn:
3. Mai 2025, 9:20
Ende:
4. Mai 2025, 18:30

Veranstalter

Natur­schutz­zen­trum Ökowerk Berlin
Telefon
030 3000050
E-Mail
info@oekowerk.de
Veranstalter-Website anzeigen

Details

Beginn:
3. Mai 2025, 9:20
Ende:
4. Mai 2025, 18:30

Veranstalter

Natur­schutz­zen­trum Ökowerk Berlin
Telefon
030 3000050
E-Mail
info@oekowerk.de
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